Lesung: Kein Thema und auch keine Widmung

“Kein Thema und auch keine Widmung” lautet das Lesungsmotto der Literaturgruppe “Lichtkegel” aus der Saalestadt Jena. Kein Schmus, keine Hemmung zeigen, kein Auge trocken lassen: Das Ziel, welches sich die aufstrebenden Wörterschmiede gesetzt haben, verspricht durch Kreativität und Publikumsnähe kein Reinfall zu werden.

In aller Bescheidenheit nehmen die Lichtkegel gern keinen Applaus entgegen, obwohl dieses Abendprogramm mit keiner Ausnahme allen Beteiligten in Erinnerungen bleiben wird.

Die Lichtkegel freuen sich auf euch am 11.05. im Kunsthof, am 31.05. im Schillerhof und am 19.06. im Café Wagner in Jena. Weil Lichtkegel keine Grenzen kennen, beleuchten sie auch am 25.05. (Engelsburg, Erfurt) und am 03.06. (mon ami, Weimar). Beginn 20 Uhr.

Ihr wollt ein Kulturerlebnis der besonderen Art? Ihr bekommt eins – und das ist kein leeres Versprechen!

Mehr Informationen findet ihr hier.

Jilliane Hoffman: Morpheus

Der Thriller “Morpheus” von Jilliane Hoffman ist das Fortsetzungswerk ihres Justiz-Thrillers “Cupido”, den sie 2004 veröffentlicht hat. Auch in diesem Buch erlangt der Leser Einblicke in den judiaktiven Apparat der USA – und leider sind es diese, welche die Geschichte zusammenhalten.

Wer “Cupido” gelesen hat, wird mit der Zukunft J.C. Townsend konfrontiert: Der Serienmörder Bantling, den die Staatsanwältin hinter Schloss und Riegel gebracht hat, scheint selbst aus dem Todestrakt nach ihr zu greifen. Außerdem geschehen grausame Polizistenmorde. Dabeibei finden eben diese Personen den Tod, die mit J.C. ein schreckliches Geheimnis teilen.

Abgesehen von einer kurzen Sequenz in die Gedanken von Bantling und der detailierten Beschreibung der Institutionen, die sich bei einem Verbrechen gegenseitig in die Suppe spucken, überrascht “Morpheus” nur mit dem schleppenden Aufbau von Spannung und Handlung, immer wieder unterbrochen von Selbstreflexionen des Charakters. Die Motive und Handlungen von Figuren wirken entweder unlogisch oder aufgesetzt.

Selbst ohne Kenntnis von “Cupido” wird das Konfliktgrundgerüst in den ersten Seiten gelegt, allerdings stupide und fantasielos. Warum “Morpheus” als Weltbestseller deklariert wurde, bleibt dem Rezensenten ein Rätsel.

Hoffman, Jilliane: Morpheus. 2004. ISBN 978-3-499-23691-4 Rowohlt Taschenbuch Verlag

Hari Kunzru: grayday

Ein Virus, dass analoge wie digitale Welt befällt und sie in einem Chaos an Gefühlen, Matrizen aber auch Möglichkeiten zurücklassen. Hari Kunzru verschafft dem Leser mit “grayday” einen lehrreichen, unterhaltsamen Einblick in mehrere Gesellschaftsschichten.

Der junge Software-Experte Arjun Mehta versucht verzweifelt, an seinem Lebenstraum in den USA festzuhalten, doch ihm droht in Folge seiner Kündigung die Rückkehr nach Indien. Als er ein Virus ins Netz speist, welches er in der Rolle des strahlenden Ritters vor seinen Abteilungsleitern bekämpfen will, gerät die Welt, wie die Menschheit sie kennt, aus den Fugen.

Der Grundtenor des Romans ist ebenso geteilt wie die Handlungsstränge und Motive der Charaktere. Einserseits durchleuchtet Kunzru das verzweifelte Gefangensein eines Emigranten zwischen den Stuhlbeinen einer kapitalorientieren, werteverachtenden Gesellschaft, andererseits blitzt zwischen den Zeilen Spott und Hohn über sklavische Tradition und dogmatischen Gehorsam auf. Ein Virus hat die Fähigkeit, die Daten des infizierten Rechners durcheinander zu bringen. Auch das Leben der vier Protagonisten wird am Ende des Romans auf dem Kopf gestellt sein.

Neben der ausführlichen Beschreibung verschiedener Gesellschaftstrukturen in ihren Höhen und Tiefen besticht “grayday” mit einprägsamen Methaphern. Der Leser wird zu Beginn der Handlung vertraulich in der Du-Perspektive angeredet und fühlt sich sofort von den Ereignissen betroffen.

Eine Schwäche des Romans ist das langatmige Aufrollen der Handlungsstränge, die bis auf den Virenbefall und dessen Folgen keine Berührungspunkte besitzen. Warum wurde die Geschichte des Geschäftsmannes Guy Swift und die seiner Freundin erzählt? Warum diese und nicht das Schicksal der Bürokauffrau in der Firma gegenüber? Obwohl die Handlungen logisch aufgerollt werden, fehlt ihnen der zwingende Funken Notwendigkeit, der die Stränge zu einem Gesamtwerk verbindet. Das Ende enttäuscht in seiner Schlichtheit. Mit schwarz-weißen Fakten und ungeklärten Grauzonen wirkt es zu konstruiert, um die digitale Pandemie würdig abschließen zu können.

Kunzru, Hari: grayday. 2005. ISBN 978-3896671967 Karl Blessing Verlag

Peter Prange: Das Bernstein-Amulett

Mit seiner deutsch-deutschen Geschichte um das Schicksal einer Familie, die den Auftakt und Niedergang der Teilung Deutschlands durchlebt, beweist Peter Prange nicht nur Feingefühl im historischen Schreiben, sondern unterstreicht thematisch die Irrationalität menschlicher Psyche im Umbruch der eigenen Welt. Das Motiv der Sittlichkeit nährt den Boden der Konflikte, die in einer viel zu kleinen, viel zu kalten, viel zu beängstigten Welt um sich schlagen.

Das Leben von Barbara wurde durch den Einmarsch der sowjetischen Truppen auseinandergerissen. Ihre Familie geht zu Grunde, ihre Freunde und Bekannten fliehen oder hintergehen sie. Ihr bleibt nur die Hoffnung auf eine bessere Zeit, die den Schmerz und die Entbehrungen ablöst. Sie kämpft sich durch Verachtung, Verleumdung und Verrat und versucht, dem Sog der Vergangenheit, der sie immer wieder in eine schicksalhafte Oktobernacht 1944 zurückzieht, zu entfliehen. Später verläuft ihr Leben ebenso zweigeteilt wie das Land und nur mit Mut und Vertrauen können beide Mauern eingerissen werden.

Mit “Das Bernsteinamulett. Geschichte einer Familie aus Deutschland” gelingt dem 1955 geborenem Peter Prange der schriftstellerische Durchbruch. Sein Werk führt dem Zuhörer ebenso schmerzlich wie direkt vor, welchen Einfluss Politik auf das Leben nimmt. Er stellt mehrmals die Systemfrage und schafft es dabei, Fragenden wie Befragten als Subjekt darzustellen und so die einzig vernünftige Wertung vorzunehmen. Auffallend an der Handlung sind die fortlaufenden, zum dramaturgischen Verlauf notwendigen Begegnungen der einzelnen Persönlichkeiten. Diese Zusammenkünfte wirken dabei konstruiert oder besitzten eine geheimnisumwickelte Aura, die leider am Ende nicht aufgehoben wird. Zwei Mankos der Geschichte sind die rückblickende Einleitung, welche viel Spannungspotenzial im Vorfeld vernichtet, sowie das rasche Ende, welches zwar gefühlsmäßig betont ist, aber leider nicht die Töne trifft, die sich der Zuhörer erhofft hat.

Franziska Pigulla liest ebenso gekonnt die dramatischen Stellen des Werkes wie sie die Liebesgeschichte melodisch interpretiert. “Das Bernstein-Amulett” bleibt aufgrund der ausgeprägten Personen- und Handlungskonstellation wohl jedem im Gedächtnis.

Wilko Müller jr: Der Ypsilon-Faktor. Science Fiction Stories

So zahlreich wie die Himmelskörper am Firmament liegen die Geschichten von Wilko Müller jr. in “Der Ypsilon-Faktor” vor. Insgesamt laden 29 kurze Abrisse in unerforschte Sphären und Zeiten ein und werten das Lesevergnügen durch ihre Vielfältigkeit in Sachen Thema und Erzählstil auf.

Das Cover des Buches zeigt ein Ziffernblatt und einige Zahnräder, wodurch der Leser zu den Thematiken Technik und Zeit hingeführt wird. Diese Motive bewahrheiten sich auch bei der Lektüre der von 1979 bis 2006 geschrieben und veröffentlichten Werke. Wie der Autor unterliegt auch der Leser beim Durchblättern den Einflüssen der Zeit: thematische wie stilistische Veränderung werden mit den Jahren deutlich spürbar. Die ersten Geschichten sind relativ lang und von der Erforschung fremder Welten durch die raumfahrenden Menschen geprägt. Später fallen Kürze und Pointen des Niedergeschrieben auf.

Bereits auf der ersten Seite entdeckt man durch eine Fußnote den Witz und Charme, den der Autor geschickt in seinen Handlungsereignissen verbirgt. Dem Leser präsentiert sich ein zusammenhängendes Universum, in dem die ablaufenden Handlungen zwar alle integriert sind, die aber bis auf eine Ausnahme unabhängig voneinander zu betrachten sind.

Thematisch wechselt das Leitmotiv von der Raumfahrt später zur Zeitreise, selbst etwas Sciene Fantasy ist dem Werk beigemengt. Auffallend sind die langen, ausführlichen Schilderungen der unbekannten Aliens, während die der Menschheit vertrauten Außerirdischen fast nicht in Erscheinung bzw. Beschreibung treten. Trotz dieses Mankos besticht “Der Ypsilon-Faktor” durch die vielfältigen Erzählformen (Bericht, innerer Monolog, Psalm) und kluge Perspektivwechsel.

Besonders wegen ihrer stilistischen Art und ihrem sprachlichem Witz sind die Geschichten “Das G.P.”, “Blasen”, “Sormat” und “Der Ypsilon-Faktor” allein schon lesenswert.

Hier liegt folglich Unterhaltung mit dem richtigen Schuss Science vor, auch wenn für Neulinge im Genre die späteren Episoden verträglichere Kost bilden. Dennoch – vielfältiger ist nur der kalte Weltraum über unseren Köpfen.

Müller jr, Wilko: Der Ypsilon-Faktor. Science Fiction Storys. 2004. ISBN 978-3862376278 Projekte-Verlag Cornelius

Tess Gerritsen: Schwesternmord

Mit “Schwesternmord” gelingt es Tess Gerritsen dem Zuhörer eine dynamische Geschichte vorzulegen, die das Gleichgewicht zwischen der Vermittlung medizinischen Wissens, Spannung und menschlicher Psyche hält. Der sogenannte Medical Thriller überzeugt außerdem durch die Stimme Katharina Thalbachs. An wichtigen Stellen schafft sie es die notwendige Atmosphäre nur durch Stimmmodulation zu verdichten.

“Schwesternmord” erzählt die Jagd von Detective Jane Rizzoli und Pathologin Maura Isles auf den Mörder der Schwester der Letztgenannten. Isles – eben von einer Reise zurück nach Boston gekommen – sieht sich mit einer Leiche konfrontiert, die nicht nur die gleichen Gene wie sie besaß, sondern auch die Tür zur Vergangenheit aufstößt. Der Pfad dieser Verfolgungsjagd führt beide Frauen zu einer morbiden Gemeinschaft von Leuten, denen man das Attribut menschlich nicht mehr zuordnen kann. “Schwesternmord” ist der vierte Band einer neunteiligen Reihe, die sich um das Leben der beiden Protagonistinnen dreht. Eine Vorkenntnis der anderen Teile ist nicht notwendig, um die Handlung des Thrillers nachvollziehen zu können.

Der Einstieg in die Geschichte ist anfangs etwas schwierig, da Gerritsen auf drei verschiedenen Erzählperspektiven arbeitet, später aber nur noch zwischen den letzten beiden springt. Fiebernd erwartet man, dass die Handlung zum ersten Mord zurückkehrt, wird aber bis zum Ende des Hauptteils darüber im Dunkeln gelassen. Generell sind die Handlungen einiger Charakter nicht immer rational und stehen im Widerspruch zu den Möglichkeiten, die der Zuhörer den Figuren zugestehen würde. Der schwache Eindruck einer konstruierten Geschichte bleibt, aber daran sollte man sich nicht stören. Stärke beweist Gerritsen durch die Schilderung der psyschischen Verfassung der Opfer. Überraschend ist auch das Ende eines Haupthandlungsstranges, wird es doch diesmal nicht wie sonst üblich durch die Protagonisten erreicht.

Obwohl Isles Suche nach dem Mörder ihrer Schwester stellenweise im Sand verläuft, ist die Summe der Motive ausreichend, um diesen Makel auszulöschen. “Schwesternmord” ist eine ebenso unterhaltsame wie verstörende Geschichte, die uns unterbewusst einen Ausschnitt aus der Tragik unserer Realität zeigt.

Die Muppets

“Jetzt tanzen alle Puppen” heißt es im Intro einer Sendung, die mit ihrem Erscheinen einen eigenen kulturellen Einfluss in die Welt gebracht hat. Klassisch in Herz und Erinnerung geblieben, bildeten die Muppets für viele Leute in den 80er Jahren ein Ideal von Witz und Charme, welches sich z.T. auch in die heutige Zeit gehalten hat. Unvergesslich sind die pointierten wie parodierten Einlagen der von Frank Oz und Jim Henson erdachten Figuren, die so viel mehr können als Kinder zu unterhalten.

Heute, eine Generation später, will James Bobin – Regisseur des neuen Muppet-Films – zeigen, wie stumpf der Zahn der Zeit an so hohen Gütern reibt, wie sie die Handpuppen damals vertreten haben. Die Frage, die der Film an die Zuschauer wie an sich selbst stellt, lautet: Was ist aus den Muppets geworden? In ihren letzten beiden Kinofilmen hatten sie nicht das knallig bunte Niveau erreicht, welches in den von Gaststars besuchten Fernsehserien vermittelt wurde. Was ist das für eine Welt, in der sich Kermit & Co. wiederfinden?

“Die Muppets” zeigt eine Geschichte voller Selbstreflexion. In einer idealisierten, amerikanischen Vorstadt, in der die Zeit still steht, macht sich Walter, der größte Muppet-Verehrer, zusammen mit seinem Bruder und dessen Freundin auf eine Reise ins Muppet-Theater. Dieses soll von einem Ölbaron niedergerissen werden. Einzige Chance: Eine letzte Muppet-Show, die genügend Geld auftreiben soll.

Während dieser Reise, in der Menschen wie Muppets über ihren eigenen Schatten springen und sich zu ihrer Rolle im Schauspiel des Lebens bekennen müssen, durchlebt der Zuschauer wehmütig den Wandel der Zeit. Selbstironisch, weil sich ihr Leben nur auf der Bühne, mit bunten Knalleffekten und Musik, abspielt, inszinieren die Muppets einen Mix aus Wehmut und Euphorie. Sie können nicht anders, sie sind Puppen. Die Welt ihrer Spieler hat sich weitergedreht und das macht der Film deutlich. Dennoch findet eine Symbiose zwischen Vergangenheit und Gegenwart statt, in deren zentralem Mittelpunkt die Selbsterkenntnis, das Heranwachsen und das Finden eines Platzes in einer neuen, zynischen Umgebung, beinhaltet.

Frank Oz und Jim Henson sowie all die Puppenspieler der alten Garde werden dem Werk, welches ihre Kinder verwendet, sicherlich mit Argwohn gegenüberstehen. Dennoch schlägt “Die Muppets” die Brücke zum eigentlich Ziel: Eine Welt wird gezeigt, in der sich Puppen vom Publikum zu apostolischen Meinungsträgern der Sittlichkeit und des Anstandes einsetzen lassen. Wer sonst würde heute noch der Aufforderung “schmeist euch in Frack und Fummel” nachkommen, ist doch alles “nur” Show?

Der Höhepunkt der Selbstreflexion wird durch die Frage erreicht, wieviel Mensch im Muppet – oder umgekehrt – steckt. Ist die moralische Instanz eines Muppets größer als die eines Menschen? Wenn ja, ist das traurig, sind die Muppets doch nur Hüllen für Werte und Moralvorstellungen, die zwar mit Herzblut verteidigt werden, aber nicht ohne Wirkungs- und Handlungsobjekt auskommen können.

Aber wir, das Publikum – egal, welche Generation unsere Stimme trägt – sind dankbar für das Aufflackern des Außergewöhnlichem, des Liebevollen, des Lachen auf den Brettern, die unsere Welt bedeuten.

Eulenfestival in Jena

Für alle eifrigen Hörer des Campus-Radios in Jena für alle, die es noch werden wollen, findet diese Woche das Eulen-Festival statt. Literarischer Höhepunkt der Veranstaltung ist eine Lesung in der Straßenbahn.

An einem ungewöhnlichem Ort findet ein unvergessliches Ereignis statt: sieben Literaten präsentieren euch ihre Werke während alles und jeder fröhlich Straßenbahnmeilen zwischen Lobeda-Ost und Zwätzen sammelt.

Seid herzlich eingeladen zur Lesung am 18.01.2012 um 21:20 Uhr am Löbdergraben (auch späterer Zustieg möglich) und genießt eine abwechslungsreiche Fahrt.

 

Alexander Mejerow: Vetorecht / Der fliederfarbene Kristall

Der russische Chemiker und Autor Alexander Mejerow setzt in seinen beiden bedeutendsten Werken phantastischer Literatur die menschliche Zivilisation auf die Kontaktstufe mit außerirdischem Leben. Anschaulich und bildgewaltig schildert er die Hofnung und Wünsche, Gefahren und Ängste, die mit der so neu gewonnen Freiheit und Verantwortung einhergehen.

In seinem Roman Vetorecht durchlebt der Leser die Forschungsarbeit von Wissenschaftlern, denen es gelingt eine neue Form von Insekten zu züchten. Diese entpuppen sich im wahrsten Sinne des Wortes als Träger eines Geheimnisses, dass die menschliche Vernunft in den Kosmos führen soll. Aus der Perspektive mehrerer Wissenschaftler wird der Leser mit dem Prozessen konfrontiert, die auf phsycholgischem wie erkenntnissuchendem Handlungssträngen durch die Geschichte führen. Aufgrund des Perspektivwechsels und der Größe der moralisch angesprochenen Probleme, findet sich der Leser im Zwiekampf der Möglichkeiten wieder.

Anders geartet ist Mejerows Geschichte über den fliederfarbenen Kristall. Hier spannt sich ein protokollierter Rückblick auf Geschnisse auf, die die Welt für immer verändern sollten. Grund dafür ist eine Schöpfungslegende und das Körnchen wissenschaftlicher Wahrheit, welches in den alten Mythen zu finden ist. Detailverliebt werden alle Ereignisse und Expeditionen als Reisebericht wiedergegben und machen die Einstufung der Spezies Mensch in einem galaktischem Lebensraum deutlich: Kleine Kinder, die mit dem Feuerzeug spielen. Aber werden sie sich die Finger verbrennen, oder wird die Flamme vorher vergehen?

Lobenswert an Mejerows Geschichten sind die fundierten Fakten, die er meisterlich versteht dem Leser – sei er selbst nicht in der Biochemie oder Insektenkunde versiert – nahe zu bringen und ein glaubwürdiges Abbild von Wissenschaft und Fiktion zuschaffen.

Mejerow, Alexander: Vetorecht. Der fliederfarbene Kristall. Zwei phantastische Romane. 1979. Verlag Volk und Welt

Lichtkegeln im Januar 2012

Auch im neuen Jahr starten eure Lichtkegel wieder durch – diesmal zum großen Finale der Lesereihe “Lesung in 4 Räumen”.

Ihr seht uns am 08.01.2012 im Cafe Wagner, Einlass 20 Uhr, Beginn 20:30 Uhr. Ihr hört unsere Texte zu Spielraum, Lieblingsraum, Beziehungsraum und Lebensraum. Ihr genießt mit uns einen unterhaltsamen Abend.

Eure Hauptakteure sind Andre Voigt, Michael Steinmetz, Oliver Guntner, Sarah Teicher und die diesjährige Trägerin des Eobanus-Hessus-Preises Uschi Schmidt. Außerdem werden wir musikalisch wie literarisch durch Gastbeiträge unterstützt, sogar eine Lyrikerin aus Island haben wir einfliegen lassen. =)

Wir freuen uns auf euch.

Eure Lichtkegel

mehr Informationen auf http://lichtkegeln.blogspot.com/search/label/Lesung%20in%204%20R%C3%A4umen